After #findmyself francesco

Nun sind etwas mehr als 4 Monate vorbei seit meiner Rückkehr von meinem Trip in Australien. Heute sitze ich im Berner Oberland in einem Restaurant und denke an den letzten paar Monate. 

Leider ging einiges schief. Durch meine Reise habe ich einiges über mich gelehrnt aber die Einsamkeit belastet mich sehr. In meinem Umfeld gab es Änderungen welche ich wieder einen Schritt weiter entfernt bin zu meinem Idealen. Als alleinstehender Mann, wird es immer schwieriger einen gemeinsamen Ausgleich zu finden. 

Bin sehr viel unterwägs, aber leider immer alleine. Ich suchte nähe und fand Abstand und Abneigung. Ich habe fehler gemacht und sicher zum Teil auf mich fixiert, habe aber auch einiges gutes gemacht, was heute nicht mehr gross zählt. Trotz Versuche mich aus der Mitte zu ziehen, gerate ich immer wieder in nicht angenehmen Situationen. 

Fazit: heute alleine mit Optionen. Im November vermute ich alleine ohne Optionen. Klein Caruso, du bist nur Beilage und nach dem Projekt, GESCHICHTE!

Die Reise #findmyselffrancesco in Australien ist vorbei

Seit mehreren Tage bin ich nun zurück. Die Reise in Australien ist vorbei aber die Reise zu #findmyselffrancesco geht weiter.

In den 11 Wochen in Australien ist einiges geschehen und ich konnte vieles über mich lernen. Am 7.März hatte ich nur ein Ticket, 6 Übernachtungen und eine Idee. Tag für Tag konnte ich aber meine Idee realisieren und nach

  • 11 Wochen Australien
  • ca. 1’000 km Fahrradfahrt
  • viele neue Leute kennengelernt
  • gute Gespräche mit einheimischen und Touristen geführt
  • ca. 10’000 km mit Mietauto und Campervan hinterlegt
  • unzählige Übernachtungen in Hotels, Motels, Appartements und Caravanparks
  • unzählige Spots mit WOW Effekt
  • unendliche Sonnenuntergänge
  • Flug über das Ningaloo Reef
  • Kattamaran Fahrt
  • Delphine welche 5 Meter vom Strand zum „Hallo“ sagen kommen
  • 5 Velo Pannen
  • 1 Spital Besuch
  • usw.

bin ich glücklich dies alles Erleben zu dürfen.

Ich kam mit viele neue Erfahrungen und Ideen zurück welche ich nun in Angriff nehmen möchte. Mir ist aber auch bewusst, dass sich hier in der „Realität“ sich nichts geändert hat und alles beim alten geblieben ist. Das einzige was sich geändert hat, bin ICH!!

Auf meinen Weg zu #findmyselffrancesco gab es Momente welche ich am liebsten die Reise einfach abgebrochen hätte. Aber durch den Willen etwas verändern zu wollen, konnte ich alles durchstehen und die Reise weiterführen.

Wenn heute mich jemanden fragt, ob ich nun das erreicht habe was ich wollte, muss ich ehrlicherweise mit einem „nur zum Teil“ beantworten. Einige Punkte bleiben wie vorausgesehen, offen.
Auf dieser Reise konnte ich intensiv erfahren was heisst alleine zu sein. Viele von euch wissen, dass ich die Einsamkeit hasse. Trotzdem musste ich diese Reise alleine durchführen und mich meiner Ängsten stellen. Ich stellte mir immer dieselbe Fragen:

  • Weshalb bin ich alleine?
  • Wie konnte es nur soweit kommen?
  • Wie habe ich das nur verdient?
  • Weshalb fühle ich mich alleine, obwohl ich fast täglich mit neuen Leuten ins Gespräch komme und diese gerne mit mir zusammen sind?

Ich glaube, ICH kenne die Antwort.  Nun muss ich mich in der nächsten Zeit auseinander setzen und mögliche Ursachen suchen. Vermutlich wird der Weg dazu lang und steinig sein, auch wenn ich mir einfach wünsche.

Wo meinen Weg hinführt, kann ich heute nicht beantworten. Ich weiss nur das Jahr 2016 ist das Jahr der Veränderungen.

10. Woche, unterwegs mit „grosser Schwingi“ und zu Hause bei Freunden

Die 10. Woche hat mit einem super Ereignis gestartet. Der gute Freund Anton (welcher mir während meiner ganzen Reise sei moralisch wie auch mit praktische Tipps begleitet hat) hat mich mit bekannten von ihm in Verbindung gebracht, welche zurzeit für einen Jahr in Australien unterwegs sind.
Joe und Maria waren zur selben Zeit in Exmouth und per Zufall auch im gleichen Caravan Park. Der kleine Caruso hat sich so fest gefreut die Zeit mit Leute zu verbringen, welche grosse Gemeinsamkeiten haben.

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Wir haben zusammen gefrühstückt und für am Abend für gemeinsamen kochen und essen abgemacht. So ein Carvan Park ist schon toll, alle facilities stehen zu Verfügung und es macht so richtig spass gemeinsam zu kochen.

Der Montag (9.5.2016) war aber für klein Caruso noch nicht mit grossen Emotionen vorbei. Am Tag zuvor ging der kleine Caruso in Exmouth ins Visitor Center und wie üblich offenbarte er, dass er ohne einen Plan in dieser Stadt sei und ob sie ihm etwas empfehlen können.Die nette Dame hinter dem Schalter zeigte mir ein paar Prospekte und dann kam sie mit eine fantastische Idee. Wie wäre es das Reef von Exmouth von der Luft zu betrachten und nicht auf die gewöhnliche Art mit Helikopter oder einer kleiner Propellermaschine, sondern mit einem motorisierten Deltasegler? Klein Caruso mit grossen Augen und nach knapper10 Sekunden Atemlosigkeit: „Yess I wanna do this!! Klein Caruso hat die Kredit Karte gezuckt und schon war das Ding gebucht. Termin Montag um 13:00Uhr.
Klein Caruso war schon während dem Frühstück etwas nervös, dazu hat Joe ihm noch ein guter Schweizer Kaffee serviert und schon war klein Caruso hyper aktiv! Um 13:00 Uhr im Hangar 28 am Flugplatz von Exmouth stand der Pilot schon ready als klein Caruso ankam.Noch ein paar Formulare ausfüllen (die üblichen Sachen, wenn du drauf gehst ist es deine Entscheidung usw.) und dann ging es schon los.

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Waaahhhnsinnnn, schon der Start war ein Hammer Gefühl und dann die Aussicht über das Reef, unbeschreiblich.

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Klein Caruso durfte das Ding auch selber steuern, so Gei..!!!!

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Mit so viele Emotionen hatte klein Caruso nicht gerechnet und nach der Landung, puschte das Adrenalin noch Stunden danach durch den Körper. Klein Caruso brauchte ein Hamburger, Wasser und eine Stunde Lighthouse Lookout chillen, bis er sich wieder erholen konnte!

Am Abend konnte er dann diese Emotionen mit Joe, Maria, Judith und Jessica noch teilen, was dem kleine Caruso gut getan hat.

Der nächste Tag ging dann etwas unspektakulär weiter. Eine Bade und Beach Session an der Turguoise Beach war angesagt. Ein „beautiful spot“ mit weissen Strand und klarem Wasser.

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Am Mittwoch ging es dann weiter nach Karratha. Diese Stadt gibt es seit erst ca. 40 Jahren und ist eine typische Minenstadt. Leider hatte klein Caruso dort ein kleiner Rückschlag. Am Donnerstag haben ihm schmerzen geplagt, welcher er schon seit Tage hatte, so fest geplagt, dass er kurzerhand ins Emergency musste.

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Mit drei Antibiotikas verliess klein Caruso den Emergency Room. Hier wieder eine kleine Geschichte dazu. Bei der Aufnahme der Daten und Beschwerden, fragte die liebe Nurse, ob klein Carusowelche „Kontakte mit anderen Personen hatte“. Klein Caruso ganz ehrlich mit einem klaren NEIN bestätigt (mehrmals). Dann bei der Untersuchung der Arzt dasselbe. Klein Caruso wieder mit einem klaren NEIN! Gut dachte sich klein Caruso, das sei geklärt. Bei der Abgabe der Medikamenten war dann aber klein Caruso von der Menge etwas überrascht! Was tun? Na, frage doch den Hausarzt telefonisch in der Schweiz mal an. In der Zwischenzeit hat klein Caruso schon die eine Antibiotika Bombe genommen. Der Hausarzt ist leider telefonisch nicht erreichbar, hat aber eine Uhrzeit wann dass er wieder anrufen darf. Vor dem Nachtessen, dann das Telefongespräch. Klein Caruso erklärt die Beschwerden, der Befund des Asian Doctor und welche Medis er bekommen hat. Hausarzt lacht und teilt ihm mit, „na sie sind nun gegen Syphilis immun“. WTF haben die Leute im Hospital in Karattha nicht verstanden, der Buchstaben N von NO oder der O? Der Anruf war trotzdem gut, denn klein Caruso muss nicht alle drei einnehmen, sondern eine hätte genügt. Später hat klein Caruso erfahren, dass die meisten Kerle in Australien, den Arzst einfach schlichtweg belügen und somit sei das die normale Prozedur solche Medikamente abzugeben. Klein Caruso geht es mittlerweile wieder gut, obwohl noch nicht alle Schmerzen weg sind. Der Donnerstag war somit etwas gelaufen und klein Caruso ging etwas in der Stadt essen und dann früh zu Bett.
Am Freitag durfte aber klein Caruso eine Tour mit einem anderen Freund von Toni in Karratha und Umgebung durchführen, Fungai und Emil:

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Mit Fungai (links) und Emil ging es sogar ins Landesinnere zum Wasserdamm. Hier ein paar  Bilder der Umgebung in Karratha.

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Nach der privaten Tour arround Karratha, machte sich klein Caruso mit grosser Schwingi auf dem Weg nacht Port Hedland, wo schon Toni und lovely Shami auf ihn warteten. Klein Caruso hatte so richtig Sehnsucht die Zeit mit einem langjährigen Freund zu verbringen.

Port Hedland sieht Nachts wirklich schön aus. Die Stadt ist sehr technisch, wenn jemand Geschichte oder so sucht, wird in Port Hedland nicht findig. Aber für technisch „neerds“ wie klein Caruso, sehr interessant.

Toni und seine Frau Shami, haben klein Caruso am Freitag Abend herzlich in Empfang genommen und ihm die neue Wohnung und sein Zimmer gezeigt. Danach gab es schon Abendessen und einen langen Talk bis spät in die Nacht.

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Samstag ging es schon Morgens los für eine private Rundfahrt durch Port Hedland und Suburbs. Wie gesagt, technisch einfach nur WOW. (Fotos folgen noch).
Klein Caruso durfte am Sonntag Morgen um 6:00 zu einem privaten Yoga Stunde im Park von Port Hedland mit schöner Aussicht aufs Meer. Shami ist eine ausgebildete Yoga Teacher und so konnte klein Caruso die Kunst des Yoga etwas kennen lernen. Ganz schön anstrengend!

Das Weekend ging ganz schnell vorbei und schon war es Montag Morgen. Klein Caruso hat sich dann noch auf die letzte Etappe seiner Reise nach Norden gemacht. Nächster Stop Eighty Mile Beach.

Nach Port Hedland hat sich klein Caruso nach Eighty Mile Beach als Ziel gesetzt. Nach knapp 2.5 Stunden fahrt, wird klein Caruso vom Wegweiser „Eighty Mile Beach“ überrascht. Er hatte irgendwie im Kopf es müssten mehr als 300 km sein, aber auf dem Tacho zeigte es etwas mehr als 240km. Also abbiegen und ca. 9km auf unsealt Strasse fahren. Einmal am Caravanpark angekommen, konnte klein Caruso nicht mehr aufhören zu staunen. Er war zwar vor 12 Jahren an diesem Ort aber irgendwie aus dem Gedächtnis gelöscht.

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Der Strand ist wunderschön und auf welche Seite auch man schaut, nur Strand und Meer, einfach traumhaft. Am Abend nach Sonnenuntergang noch kurz ein wunderbares Stück Fleisch auf dem BBQ Grill gebraten und dann ab an den Strand und der Sternenhimmel betrachten. Klein Caruso war ganz alleine am Strand, alle anderen Gäste blieben lieber bei ihren Caravan oder Trailer. Schade nur, dass der Mond zunehmend war und recht hell leuchtete, somit war der Effekt etwas getrübt aber trotzdem ein WOW Erlebnis.

Nach einer Übernachtung ging es am nächsten Tag schon weiter nach Broome. In Broome angekommen, machte sich klein Caruso auf der Suche nach einem Caravanpark in der nähe des Cable Beach. Mit einfach darauf los fahren ist es aber nicht gemacht und musste halt etwas herum kurven. Bald wurde er aber durch das nicht aktualisierte Navi doch am richtigen Ort gelotst.

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Für klein Caruso war Broome ein wichtiger Bestandteil seiner Reise #findmyselffrancesco. Vor 12 Jahren begann an diesem Ort eine eher schlechte Story und klein Caruso tat einiges was er heute sehr bereut. Klein Caruso musste einfach dorthin, sich stellen und den Kapitel schliessen.

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Auch in Broome konnte klein Caruso nicht lange bleiben. Nach nur einer Übernachtung musste sich nun klein Caruso auf den Rückweg machen nach Perth (2200km). Bevor es am Mittwoch (18.5.2016) die Fahrt losging, wollte doch klein Caruso noch 2-3 spots in Broome besuchen.

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Um die Mittagszeit ging es dann los. Rückfahrt hat sich klein Caruso so geplant:

  • 1. Stop Port Hedland (Gast bei Freunden) – ca. 600km
  • 2. Stop  Mount Magnet (letzte Übernachtung im Campervan und 1050km Fahrt)
  • 3. Stop Endziel Perth (Gast bei der ehemaligen Homestay Family und ca. 600km Fahrt)

Wie geplant kam klein Caruso am Mittwochabend bei Toni wieder an. Wir gingen auswärts essen und zwar in einem Mine Site Camp. Normalerweise sind diese Mine Camp Site ausschliesslich für Mienenmitarbeiter und nicht öffentlich. Da aber auch in Australien zurzeit die Krise keine Ausnahme macht, wurden die Camps in Port Hedland auch für nicht Mienenmitarbeiter geöffnet.
Es ist schon beeindruckend was die grossen Mienengesellschaften ihren Mitarbeitern in diesen Camps anbieten:

  • sehr gutes Nachtessen mit grosser Auswahl an Gerichte
  • Tennisplätze
  • Fitnessstudios
  • Bar
  • usw.

und dies alles ohne etwas zu bezahlen. Es ist aber nicht zu vergessen, dass diese Mitarbeiter einen 12 Stunden Tag haben, 2-3 Wochen eine 7 Tage Woche haben und dann eine Woche frei. Nach einen 12 Stunden Tag, hast du wohl kaum Lust noch etwas zu unternehmen.

Am Donnerstag Morgen ging es dann in der Früh los. Klein Caruso wollte noch mit Tageslicht in Mount Magnet ankommen, denn Nachts ist es für unerfahrene Fahrer im Outback nicht ratsam zu fahren. Es gibt viele Tiere (Kängurus, Kühe und Schafe) welche die Strasse überqueren und es kommt immer vor, dass es zu einer Kollision mit Fahrzeuge kommt.
Der Plan ging nicht ganz auf, klein Caruso war um 16:00 Uhr noch ungefähr 200km von Mount Magnet entfernt. Auf dieser Strecke sind sehr viele Trucks unterwegs welche über 50 Meter lang sind, ein Überholmanöver ist somit nicht immer einfach. Dazu kam es, dass in Newman schon das Wetter sich verschlechtert hatte und es begann zu regnen.
Um ca. 17:00 wurde es schon langsam dunkel und es begann auch noch heftig zu regnen. Klein Caruso hatte aber Glück und konnte an einem voraus fahrendes Auto anhängen. Der Fahrer musste wahrscheinlich ein lokaler oder jemanden sein der viel die Strasse befährt. Er preschte mit 120 Sachen durch den Highway und klein Caruso blieb hartnäckig dem Kerl kleben. In Mount Magnet war dann klein Caruso froh angekommen zu sein und konnte auch noch in den Caravanpark einen Platz ergattern.
Leider war es nicht so ein schöner Caravanpark aber funktionell gut im Schuss. Im Camp kitchen hat sich dann klein Caruso mit einer kleine Homeless Dame unterhalten welche seit Jahren mit dem Auto unterwegs ist. Scheinbar wissen ihre Kinder nicht wo sie sich befindet und sie scheint es auch so zu geniessen.
Nicht nur das es geregnet hat, die Temperaturen sanken von 34 Grad in Port Hedland auf 11 Grad in Mount Magnet. Zum Glück hatte klein Caruso während der Fahrt immer schön geheizt und so konnte er wenigstens die Nacht einigermassen schlafen. Schon in der Früh lief klein Caruso auf Hochtouren, die Temperaturen zwangen ihn etwas schneller unter Dusche zu sein und er wollte schnellst möglich auf Perth fahren. Wenigstens schien wieder die Sonne mit blauen Himmel.

Nach ca. 6 Stunden fahrt kam klein Caruso mit dem grosse Schwingi in Perth an. Es ging dann direkt zu Bike Shop, wo Fury für die Reise in die Schweiz vorbereitet wurde. Ja genau Fury kommt mit, denn konnte klein Caruso auf keinen Fall in Australien lassen.

In Perth durfte die restlichen Tage klein Caruso bei der lovely Homestay Family verbringen. Es ist schön Freunde around the World zu haben. Klein Caruso wurde so richtig verwöhnt und er konnte lange parlafern bis in die späten Abendstunden. Eine feine Pizza gab es noch obendrauf.

Am Samstag ging es dann schon am Morgen früh wieder los. Klein Caruso musste nun einiges organisieren, damit er mit Fury nicht die 30 kg überschreitet. Klein Caruso hatte in Broome bei der Australischen Post eine grosse Box besorgt und alles was er in den nächsten zwei Wochen nicht benötigt eingepackt. Sage und Schreibe packte klein Caruso 14 kg ein. Dies kostete zwar einwenig aber nie die Summe von über 1500 Dollar wenn er es mit dem Flugzeug mitnehmen wollte. Um 7:30Uhr war klein Caruso schon bei der Poststelle. Dann ging es wieder Richtung Zentrum, der Campervan musste noch getankt und gewaschen werden bevor grosser Schwinig wieder zurück nach Hause durfte. Natürlich hatte es wieder angefangen zu regnen und diesmal mischte sich auch noch der Wind ein. Es wurden am Samstag Geschwindigkeiten von über 100 km/h gemessen, welche klein Caruso (gross, dünn und leicht) einiges zu kämpfen hatte.

Mit dem Bus ging dann klein Caruso schon mal an den Flughafen und mietete sich ein Auto. Einige werden sich nun Fragen, weshalb mietet sich dieser Kerl wieder ein Auto? Der Flug in die Heimat geht am Montag um 6:00 Uhr, für Internationale Flüge muss man sich schon 3 Stunden vorher am Flughafen befinden und klein Caruso hat ja noch Fury dabei. Mit einem Mietwagen ist alles viel einfacher und dieser kann auch am Flughafen abgegeben werden.

Der Mietwagen war in 10 Minuten ready und schon ging es wieder back nach Perth. Klein Caruso hätte sich nie vorgestellt, eines Tages in Perth mit einem Auto rumzukurven und sich einigermassen auszukennen. In Perth wurde nun Fury eingeladen und dann wieder zurück zur Homestay Family. Schon in März, hatte klein Caruso, Jean und Ron für ein feines Nachtessen am Ende seiner Reise eingeladen. Es ging zu einem italienischen Restaurant. Das Essen und der Wein waren toll, nur das Ambiente war zwar schön aber etwas laut. Ältere Leute mögen es schon etwas ruhiger 😉 .

Sonntag 22. Mai 2016

Der letzte Tag von klein Caruso’s Selbstfindungsreise. Nach 11 Wochen ist es nun soweit, die Zeit ist eigentlich recht schnell vorbei. Für den letzten Tag hat sich klein Caruso noch ein kleines Programm zusammengestellt damit ihm nicht langweilig wird.
Am Morgen hat sich klein Caruso vorgenommen die Strecke zum Flughafen einmal abzufahren, damit am Montag Morgen alles glatt läuft. Eine Tankstelle in der nähe musste dann auch noch gefunden werden, da der indische Turban König ohne Turban, hat klein Caruso nicht mitgeteilt, dass es möglich wäre das Auto zurückzugeben ohne noch den Tank zu füllen. Dies hätte etwas gekostet aber einiges angenehmer als noch mitten in der Nacht eine Tankstelle zu suchen.
Nach der Flughafen Fahrt ging klein Caruso noch nach Hillary Harbour. Hier verbrachte vor 4 Jahren Student Caruso auch ein paar Tage welche ihm so sehr gefallen hatte. Das Wetter spielte halt diese Jahr nicht mit aber klein Caruso wollte einfach noch einen schönen Nachmittag haben. Schon bald musste aber klein Caruso feststellen, dass es nicht mehr den gleichen Effekt hatte wie vor 4 Jahren und machte sich dann auf dem Weg nach Scarborough Beach. Dies wollte klein Caruso noch als letztes hingehen, dort im Dome einen Cappuccino trinken und ein Apple pie essen, und den letzten Sonnenuntergang in Australien geniessen.

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Nachdem Sonnenuntergang ging es dann zu der Homestay Family zurück. Dort wurde er mit Spaghetti Bolognese mit einem Glas Wein verköstigt. Um 22:00Uhr versuchte dann Klein Caruso noch ein paar Stunden zu schlafen, bevor wieder um 1:00Uhr der Wecker losging, damit er genug Zeit hat an den Flughafen zu kommen. Am Flughafen hat dann alles auch so geklappt wie gewünscht und klein Caruso war ready to take off.

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Klein Caruso verabschiedet sich nun von Australien und ist back in Switzerland.

 

9. Woche findmyselffrancesco

Die letzten zwei Wochen waren intensiv, zumindest was die Kilometer anbelangt. Damit der Beitrag nicht zu lang wird, habe ich mich entschieden die einzelnen Wochen in einzelnen Beiträge zu teilen. Klein Caruso will euch nicht mit seinen Geschichten langweilen :-). Die 10. Woche wird dann klein Caruso wenn möglich schnellst möglich nachliefern.

Nach dem Kalbarri National Park ging es mit „dem grossen Schwingi“ nach Monkey Mia weiter. Im Monkey Mia konnte ich noch einer der letzten unpowered side ergattern und teilte den Platz mit eher jüngeren Personen den Platz welche dort ihre Zelte aufgestellt hatten. Schon bei der Reception traf ich wieder auf die zwei Frauen von Holland, Judith und Jessica. Nachdem sie ihres Zelt aufgestellt hatten und ich Fury aus dem Auto an einer Kette gesichert hatte, gingen wir gemeinsam zum Strand für den bevorstehenden Sonnenuntergang.

Als wir am Strand sitzend auf den Sonnenuntergang warteten und die üblichen Fragen stellten (wie lange reist ihr, wo geht es noch hin usw.),wurden wir von einem netten Besuch überrascht. Vom Strand vielleicht 10 Meter entfernt, kamen Delphine daher.  Das war ein Spektakel und die wenigen Leute die es sahen waren genau so erstaunt wie wir.

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Trotz des spontanen Besuch der Delphine am Abend zuvor, ging klein Caruso am nächsten Morgen zum Feeding der Delphine. Wie ihr euch vorstellen könnt, geht es nur um die Touris an der Stange zu halten.

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Nach dem Feeding ging es zur der Shell Beach. Klein Caruso hatte am Abend zuvor von seinem Vorhaben an Judith und Jessica erzählt und entschieden gemeinsam dorthin zu gehen. Auf dem Weg dorthin (ca. 80 -90 km)gab es noch der eine oder andere Lockout oder Bay zu betrachten.

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Nach der lange Fahrt wurden wir dann schlussendlich von einem wunderschönen Ort belohnt. Vielen von euch kennen wahrscheinlich diesen Ort. Der Strand besteht nicht aus dem üblichen Sand sondern aus ganz vielen kleinen Muscheln.

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Wir blieben dort etwas mehr als eine Stunde und dann ging es wieder zurück ins Resort.

Am nächsten Tag ging es dann für klein Caruso wieder weiter nach Carnvarvon. Die Stadt ist nicht gerade der Wahnsinn, ist aber ein guter Zwischenhalt für auf dem Weg nach Coral Bay und Exmouth. Die Stadt wurde 1969 bei der Appollo 11 Mission (Mondlandung) bekannt. Dieser Standort diente als Kommunikationshub zu den Astronauten und noch heute ist es einer der Kommunikationsstandort für Weltall Angelegenheiten. Bekannt ist die Stadt auch für den längsten Jetty ( one mile Jetty) in Western Australia.

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Am Abend ging es dann zum empfohlenen Lonely Planet Caravan Park und schon wieder traf ich auf Judith und Jessica. Klein Caruso kann nun ab sofort bestätigen, dass Australien zwar riesig gross ist, aber auf einer solchen Reise trifft man oft die gleichen Personen. Auf dem Caravan Park war nicht viel los, trotzdem entschied ich mich wie üblich im Camp kitchen etwas zu kochen. Klein Caruso hatte bis jetzt immer gute Gespräche und hoffte auch hier wieder gute Bekanntschaften zu machen. Es ging nicht lange und schon war klein Caruso mit einem pensioniertes Paar im Gespräch welche auch Richtung Norden waren. Später kam noch ein junges Paar aus Kanada dazu und klein Caruso verbrachte bis zu später Stunde im Campkitchen. Als Alleinreisender war klein Caruso entsprechend froh, denn er würde gerne diese Momente mit jemanden teilen der ihm sehr am Herzen liegt.

Damit klein Caruso nicht allzuviel mit Gedanken herumschlagen muss, ging für ihn die Reise schon am nächsten Tag weiter nach Coral Bay. Auf dem Weg dorthin musste klein Caruso natürlich die Blow Holes noch kurz besuchen.

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Erstaunlich was die Natur so alles bietet.

Endlich in Coral Bay angekommen, konnte klein Caruso auch endlich die warmen Temperaturen Australiens spüren. Die letzten Tage waren leider meistens bewölkt und am Abend musste sich klein Caruso entsprechend auch immer etwas war anziehen. In Coral Bay entschied sich klein Caruso aber nicht einfach am Strand zu sitzen, sondern etwas aktiv zu werden. Ein kurzer Blick welche Touren es gibt und schon war die Tour mit einem Katamaran für den nächsten Tag gebucht.

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Das Wetter war super schön und klein Caruso war so richtig Happy wieder auf dem Wasser zu sein.

Nach einem Tag hatte aber klein Caruso wieder genug und machte sich auf den Weg nach Exmouth. Ziel ist es immer noch bis nach Broome zu kommen und deshalb muss sich klein Caruso etwas spurten. In Exmouth angekommen wurde klein Caruso etwas enttäuscht. Er hatte sich den Ort mit etwas mehr Bewegung vorgestellt, dem war aber nicht so. Die Stadt ist recht ruhig. Trotzdem liess sich klein Caruso nicht entmutigen und entschied sich in der nähe des Light House im Caravan Park zu übernachten. Dies ist etwas 30 km von Exmouth entfernt. Hier wollte klein Caruso am Abend den Sternen Himmel betrachten mit wenig reflektierendem Licht der Städten und Dörfern. Klein Caruso wurde entsprechend auch belohnt obwohl die Wetterverhältnisse nicht gerade perfekt waren.
Eine Nacht war doch dann genug und klein Caruso kehrte wieder nach Exmouth zurück und verbrachte die zwei nächsten Tage in einem doch etwas mit mehr Leuten besetzten Caravan Park. Mehr dazu werde ich euch im nächsten Beitrag erzählen.

Wie üblich könnt ihr meine Bilder in der Photo Gallerie Betrachten.

neun Wochen unterwegs

kurze Hinweis… mir war nicht bewusst, dass Kommentare nur für registrierte Benutzer möglich ist. Diese Einstellung habe ich vor langer Zeit angewendet und ist leider notwendig, da ansonsten die lieben Spam Maschinen es ausnutzen und die Kommentare mit viel Schrott füllen.

Ab sofort könnt ihr euch im Menu Registrierung – Login anmelden und danach Kommentare zu meinen Beiträge hinterlassen.

Nun zum eigentlichen Beitrag 🙂

Bald ist meine Reise vorbei. Ich bin nun etwas mehr als neun Wochen hier in Australien und seit zirka zwei Wochen mit dem Camper unterwegs.

Bei Camper handelt es sich um einen Nissan Elgrande. Sieht sehr amerikanisch aus ist aber ein echter Japser.

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Eigentlich wäre es für vier Personen gedacht, da ich aber „der kleine Caruso“ bin und doch nicht so klein, benötige ich den Platz für mindestens 2.75 Personen. Ein Namen hat es auch schon: „der grosse Schwingi“. Mit fast 400’000km auf dem Buggel hat Er nicht mehr die beste Strassenhaltung und bei Wind, schwingt her ein wenig hin und her.

Wie schon im vorgehenden Beitrag erwähnt, hatte ich etwas mühe einen Campervan zu finden. Obwohl die Ferienzeit in Australien vorbei ist, sind diese Fahrzeuge nicht kurzfristig zu finden. Bei Luckyrentals hatte ich schlussendlich Glück (Lucky 🙂 ) und konnte am 27. April den Van abholen. Am Donnerstag Morgen den 28. April ging es dann richtig los. Die Einkäufe hatte ich am Abend zuvor gemacht, deshalb konnte ich einfach losfahren.

Erster spontan geplanter halt, Geraldton. Da ich weiterhin einfach ungeplant einfach mal losfahre und noch einige Sehenswürdigkeiten sehen will, kam ich in Geraldton erst nach 5pm an. Hee kleiner Caruso, du weisst doch, dass in Western Australien nach 5 pm alles dicht macht. Der kleine Caruso hatte aber wieder etwas Glück und einen Call mit dem Wandtelefon des Campingplatzes, durfte er doch noch einen netten Platz ergattern und in Geraldton am Sunset Beach Caravan Park übernachten (siehe auch erstes Bild im Beitrag). Auch mit dem Wetter hatte ich Glück, in Perth war es wieder regnerisch und kalt, in Geraldton war es hingegen sonnig. Nur die Temperaturen hätten etwas wärmer sein können.

So nun war klein Caruso in einem Caravanpark, und was nun? Klein Caruso macht sich auf dem Weg zum Campkitchen. Ein pensioniertes Ehepaar war gerade am kochen und schon hat klein Caruso mit den netten Leuten ein Gespräch geführt. Schon wurden mir einige Tipps gegeben und da ich nicht gerade ready war fürs kochen, haben sie mir den besten Fish & Chips Laden in Geraldton empfohlen. Klein Caruso fährt los und holt sich sein Abendmahl. Wieder zurück im Campkitchen, sitzt ein weiteres pensioniertes Paar am Tisch. Im Gespräch stellt sich heraus, dass dieses Paar letztes Jahr für einige Wochen in der Schweiz waren und unteranderem in Zollikofen. Klein Caruso etwas verdutzt, what a hell you dit in Zollikofen? Sorry Leute aber Touristen in Zollikofen? Höchstens bei Aldi! (ok der ist etwas unter der Gürtellinie). Es stellte sich heraus, dass diese Leute ihre Häuser für eine gewisse Zeit tauschen. Ich stelle mir das wie bei der Sendung Frauentausch aus, nur viel angenehmer 🙂 . Auf jeden Fall bin ich nun mit diesen Personen in Facebook befreundet und sie werden wieder dieses Jahr nach Zollikofen kommen. Dann werde ich ihnen die unentdeckten Sehenswürdigkeiten von Zollikofen zeigen 😉 .  Am zweiten Abend habe ich dann natürlich selber etwas gekocht und so langsam konnte ich mich mit dem Camperleben anfreunden.

Nach Geraldton ging es weiter nach Kalbarri. Kalbarri ist für das Natural Windows bekannt.

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Beim Natural Windows gibt es einen Walk trail von ca. 8 km. Denn hat klein Caruso natürlich absolviert. Auch hier wieder eine kleine Geschichte dazu.
Klein Caruso ist am walken und mit dem Fotoapparat immer ready für irgendwelche Schnappschüsse. Plötzlich entdeckt er ein Smartphone am Boden. Er hebt es auf und im Schutzcase ist auch der Fahrerausweis der Inhaberin. Geburtsjahr 1996. Na du 20 jährige Dame, hast wohl wieder alles in einem Rucksack eingepackt aber nichts richtig gesichert. Hier muss auch gesagt werden, es wird überall empfohlen den Trail nur mit mindestens 3 – 4 Liter Wasser zu machen , Sonnenhut und Sonnencreme, und natürlich gutes Schuhwerk.
Also gut, klein Caruso hat ein Smartphone gefunden mit einem Dokument darin. Er wird sich am Abend via Facebook bei dieser Person melden und mitteilen, dass ich ihr gerade den Weltuntergang erspart habe. Ja in diesem alter ist so ein Smartphone mit allmöglichen Apps, Lebensnotwendig. Klein Caruso wieder on his way, einige Minuten später kommt ihm ein Junger Mann entgegen, ohne Rucksack und Wasser. Dieser läuft mit einem Höllen Tempo durch die Gegend und kann ganz knapp Hallo sagen. Einige hundert Meter danach kommt eine Junge Frau daher, nicht so schnell aber auch ohne Rucksack und Wasser. Mmmhhh, klein Caruso kommt das Gesicht der jungen Dame bekannt vor. Schon quatscht er diese an und fragt ob es ihr bewusst ist, dass ohne Wasser etwas Gefährlich ist. Sie freundlich, ja dass sei ihr bewusst, sie hätte den Trail schon gemacht, aber sie habe das Telefon verloren und nun suche sie es mit ihrem Freund. Na dann, liebe Frau ich habe eine gute Nachricht für sie, ich habe ihr Telefon gefunden. Voller Freude hat sie sich bei mir bedankt und ihre Welt war wieder in Ordnung. Yess!! klein Caruso ist wieder mega Stolz und weiss er hat wieder etwas gutes getan. Die Geschichte ist aber noch nicht ganz zu Ende. Als ich am Ende des Trail ankam, sprechen mich zwei junge Frauen an und fragen mich ob ich das Junge Paar gesehen hätte. Sie kennen zwar das junge Paar nicht, hätten aber etwas Bange um ihnen. Sie haben auch den Trail gemacht und das Junge Paar war immer hinter ihnen und hätten schon während dem Trail kein Wasser oder sonstiges Verpflegung dabei gehabt. Als sie dann am Ende des Trail bemerkt haben, dass sie ihr Telefon verloren hatte und wieder zurück gingen, haben sich die beiden Frauen sorgen gemacht. Ich konnte sie dann beruhigen und sagen, die kommen bald zurück denn ich hätte ja der jungen Dame die Welt gerettet 😉 . Sie fanden meine Aussage lustig und kamen so ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass wir im selben Caravanpark übernachten würden. Die netten jungen Frauen sind von Holland und haben uns per Zufall immer wieder getroffen. Mehr dazu in den nächsten Beiträge.

So liebe Freund, es ist wieder spät. Ich werde in den nächsten Tage wieder ein paar Beiträge online stellen, denn die Reise ist noch nicht zu ende und nach Kalbarri gibt es noch die eine oder andere gute Story zu erzählen. In der Photogallerie sind wie üblich wieder die neusten Foto zu sehen.

Enjoy it!!

 

noch knapp zwei Wochen …

News aus Down Under…

Seit über zwei Wochen bin ich nun mit einem Fahrzeug, welcher 4 Rädern hat, unterwegs. Das Push Bike Fury ist zwar immer dabei, kommt aber sehr selten zum Einsatz.

Nachdem ich am 17. April meine letzte Etappe beendet hatte, habe ich ein SUV Auto gemietet und bin etwas nach Süden gefahren. Eigentlich wollte ich einen Campervan mieten. Diese waren aber zu dieser Zeit ausgebucht.

Mit diesem Wagen bin ich am 19.4. von Perth nach Albany gefahren. Wie üblich hat sich das Wetter nach dem kleinen Caruso eingestellt. Während der Fahrt gab es keinen einzigen Sonnenstrahl und zeitweise konnte sich sogar der Regen durchsetzen. Na ja, bin mir dieses Wetter von der Schweiz her gewohnt und deshalb ja auch nach Australien gefahren 🙁 .
Zum guten Glück wurden die Tage dann etwas besser. In Albany kam sogar Fury für einen kurzen ausritt zum Einsatz.

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Wie auf diesem Bild zu erkennen ist, war das Wetter an jenem Tag wunderschön.

Von Albany hat es dann mich nach Denmark verschlagen.Diese Town besteht eigentlich nur aus zwei Hauptstrassen und zwei Kreisel. Willst du dann am Abend etwas essen gehen hast du die Qual aber nicht die Wahl, ausser du gehst zum Take Away Pizzeria Alfonso, Matteo, Giovanni (keine Ahnung mehr wie diese Bude hiess) und bestellst dir eine Take Away Pizza. Ich war aber positiv Überrascht wie lecker diese war.
Die Unterkunft in Denmark war auch eine positive Überraschung. Von aussen machte sie eher einen schmuddligen Eindruck, innen war diese aber wirklich schön ausgestattet. So schnell kann man sich täuschen.

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Scheinbar wird in Denmark zurzeit einen Film gedreht welcher im Herbst Weltweit in die Kinos kommt. Den darf natürlich klein Caruso nicht verpassen. Der Hauptdarsteller sollte Simon Baker von der Serie „The Mentalist“ sein.

Von Denmark ging es dann nach Margret River. Dies ist eine bekannte Wein Region Australiens. Da ich leider mit einem motorisierten Fahrzeug unterwegs war, musste ich die Degustationen sausen lassen. Ja ich hätte eine Tour buchen können, aber dafür fehlte mir etwas die Zeit, denn ich wollte spätestens am Dienstag den 26. April wieder in Perth sein, damit ich endlich den Campervan habe. Dazu eine kleine Geschichte.

Nachdem ich den SUV gemietet hatte, habe ich mich sofort auf die Suche für einen Campervan gemacht Diese sind kurzfristig nicht einfach zu haben und deshalb checkt kleiner Caruso das Internet und findet bei Appollo einen Campervan welcher ihm so passen würde. Da er aber sich nicht sicher ist, reserviert er nur die Offerte und denkt: „ich gehe vorbei und checke mal diesen Wagentyp“. Also der kleine Caruso den SUV gemietet hat, fährt er als erstes zu Depot von Appollo. Meldet sich freundlich beim Office an und wird auch herzlich in Empfang genommen. Die nette Dame am Schalter findet die Offerte und zeigt ihm auch den entsprechenden Wagen. Kleiner Caruso fragt freundlich ob dieser Wagen auch noch zu haben ist, welches sie mit einem ja bestätigt. Also klein Caruso hat sich entschieden und möchten diesen Wagen mieten. Die Dame am Schalter klickt wild auf der Tastatur und bucht 250 Dollar Vorschuss von der Kredit Karte ab, damit der Wagen auch für klein Caruso reserviert ist. Mmmmhh leider hat es nicht so geklappt wie gewünscht. Kaum wurde der Betrag von der Kredit Karte abgebucht, sagt das nette System, der Wagen ist leider nicht mehr erhältlich. WTF soll dieser Sch… !! Die nette Dame telefoniert nach Brisbane in die Hauptzentrale und leider heisst es: „nee tut uns leid, der Wagen ist weg.“ Der kleine Caruso ist nun frustriert und versteht die halbe australische Welt nicht mehr. Leider kann man nichts machen und verlässt das Depot mit abgebuchten 250 Dollar von der Kredit Karte und kein Campervan für die letzten paar Wochen. Klein Caruso lässt sich aber nicht runterkriegen und macht sich im Internet schlau und schon bald findet er eine alternative, welche sogar günstiger ist als die von Appollo.

Weiter nun zu meiner Reise im Süden. Von Margret River habe ich dafür die ganzen Küstenstrasse abgefahren und konnte tollen Impressionen sammeln.

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Am Dienstag den 26. April ging dann es wieder zurück nach Perth und der Herbst hat im Süden und Perth definitiv angefangen. Während der ganzen Fahrt hat es geregnet und die Temperaturen sind um einiges kühlerr geworden.

Nun bin ich aber seit dem 28. April mit dem Campervan nach Norden unterwegs. Dazu im nächsten Beitrag, welcher hoffentlich ich bald erfassen werde.

In der Photo Gallerie sind wieder die neusten Fotos zu finden und auch schon einige welche ich auf meiner Reise in den Norden geknipst habe.

Bis bald!

push bike session is over… ein neuer Kapitel beginnt

Es sind schon fast zwei Wochen vergangen vom letzten Beitrag. Nun bleiben knapp vier Wochen bis zu meiner Rückkehr.

Nach insgesamt 5 mal Schlauch wechseln, eine 15km Fahrt im Regen, einige Hup Konzerte, etliche „your are crazy“, usw. habe ich am Sonntag den 17.4. meine letzte Etappe reine Fahrradfahrt absolviert. Insgesamt bin ich über 900 KM mit ca. 20 kg Gepäck auf der Hinterachse durch die Gegend geradelt. In der untenstehende Tabelle könnt ihr die einzelnen Abschnitte sehen welche ich jeweils an einem Tag hinterlegt habe. Am schluss des Beitrags findet ihr noch einen Link zum zweiten Teil meines Films. 

vonnachKM
TOTAL915
PerthFremantle30
FremantleMandurah40 (restlichen 20km Zug)
MandurahRockingham30
RockinghamScarborough Beach55
ScarboroughTwo Rocks55
Two RocksLancelin75
LancelinCervantes85
CervantesJurien Bay30
Jurien BayLeeman45
LeemanDongara90
DongaraLeeman90
DongaraGreen Head15
Green HeadCervantes60
CervantesLancelin85
LancelinTwo Rocks75
Two RocksScarborough55

Als ich die letzte Fahrt hinter mir hatte, war ich im ersten Moment nur noch froh. Aber schon einige Stunden später, war ich irgendwie traurig, dass es vorbei ist und mein Ziel wie gewünscht erreicht habe. Manche werden sagen, was sind schon 900 km. Für mich bedeutet es aber sehr viel. Noch knapp vor einem Jahr, habe ich das Fahrrad höchstens zwei bis drei mal im Jahr verwendet und nur immer für eine kurze Strecke. Die Herausforderung war entsprechend gross und das Ziel vielleicht etwas zu hoch gesteckt. Heute bin ich aber verdammt stolz dieses Abenteuer unternommen zu haben und ohne Schaden überstanden zu haben.

Nun etwas zu den letzten Fahrten. Die Rückreise von Dongara hatte ja eigentlich gut angefangen. Während der Fahrt wurde ich immer wieder durch überholenden Autos gefeiert und die Wetterlage und der Wind waren meistens optimal.
Ab Leeman hat sich dann das Blatt gewendet. Ich wusste schon im voraus, dass es regnen wird. Deshalb hatte ich mir nur die Strecke von 15km ausgedacht damit ich noch trocken in Green Head ankomme und keinen weiteren  Tag in dieser „von Gott verlassene Gegend“ verbringen muss. Aber??… es kam natürlich anders! Der kleine Caruso steht am Morgen in Leeman auf, schaut aus dem Fenster und was sieht er?? Verdammt es regnet schon und zwar in Strömen. Gut der kleine Caruso lässt sich nicht unterkriegen und bereitet sich vor. Packt alles schön ordentlich zusammen, geht zum Fahrrad und … ?? Genau, das Hinterrad hat keine Luft mehr!! Der kleine Caruso packt also Werkzeug und Ersatz Schlauch aus und wechselt das Ganze. Hoffentlich das letzte Mal, schliesslich ist es schon der dritte platten. Die ersten zwei hatte ich auf der zweiten Etappe von Fremantle nach Mandurah und diese innert eine Stunde. Deshalb hat dann der kleine Caruso das Fahrrad in den Zug geschoben und die letzten 20km so hinterlegt (sind nicht als gefahrene Kilometer ausgewiesen!!).
Die 15km Fahrt war danach ganz ok, obwohl es die ganze Zeit geregnet hat. In Green Head habe ich ich dann gezwungener Massen eine weiteren Tag verbracht da es nicht nur einen Tag geregnet hat, sondern zwei!

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Von Green Head auf Cervantes war es schön sonnig aber der Wind war nicht ideal für das Fahrrad fahren. Trotzdem war die Fahrt angenehm und am nächsten Tag konnte ich schon die nächste Etappe in Angriff nehmen. Da hatte zwar klein Caruso die Wettervorhersage studiert und laut Prognosen, sollte der Wind von Süden (ja genau ich muss nach Süden!) erst auf den Mittag aufziehen. Also die Wettervorhersage war nicht schlecht, leider hat sich der Wind etwas früher entschieden zu erscheinen, so dass ich schon um ca. 11:00 Uhr es zu spüren bekam. Einige von euch kennen ja das, du trampelst wie ein irre, es geht bergab aber du kommst nur sehr mühsam voran. Der kleine Caruso muss aber noch ca. 20km fahren und hat schon ca. 60km in den Beinen und verdammt woher kommen alle die Hügel nun her? Auf der Hinfahrt war mir dies gar nicht aufgefallen, da ich an diesem Tag guten Rückenwind hatte. Gut nur nicht den Mut verlieren. Wie kann ich mich motivieren?? Ja denke an den „appel cider“ und einem feinen Mittagessen welches du in Lancelin bekommst. Man glaubt es nicht, aber das hat wirklich geholfen. Nur am Abend war ich fix und fertig und war froh eine weitere Nacht im Hotel gebucht zu haben.

Von Lancelin nach Two Rocks hat zwar das Wetter und der Wind mitgespielt aber die Fahrt selbst war nicht mehr so toll. Es war einiges los auf der Strasse und dauernd wurdest du von Lieferwagen und gestressten Touristen überholt bei denen wohl die Ferien zu ende waren. Dazu kam noch die Müdigkeit der letzten Tagen, welche ich in den Beinen spürte. Wie schon am Anfang erklärt, ich bin eigentlich kein durchtrainierten Fahrradfahrer. Was aber der klein Caruso nicht bemerkt hatte, das Wetter hatte schon etwas damit zu tun. Die Temperaturen waren über 30 Grad und die Feuchtigkeit war über 80%. Dies wurde mir erst bewusst, als mich die nette Dame des Bed & Breakfast darauf aufmerksam machte. Ich hatte alles auf die Müdigkeit geschoben. Und schon wieder bin ich verdammt stolz auf mich! Sorry das muss aber manchmal sein 😉 .

Die letzte Fahrt von Two Rocks nach Scarborough hätte eigentlich unspektakulär verlaufen sollen, aber … was geschieht wenn klein Caruso am Morgen aufsteht und zum Fenstern raus guckt?? Es regnet und… ich habe schon wieder einen Platten!! Na dann, lass mich nicht stressen. Ich mache mal meine Turnübungen (jeden Morgen, jawohl!!), gehe dann mal duschen und dann Breakfast. Danach habe ich mich um „Fury“ gekümmert. Ja mein Velo hat seit kurzem einen Namen.
Dazu eine kleine Geschichte. In Lancelin fährt mir doch ein weitere Spinner mit dem Fahrrad entgegen. Ich voller stolz, I’m also cray, like you! Dieser Kerl lacht und fragt mich ob ich auch mit der Fahrrad unterwegs bin. Mmmmh der Akzent ist nicht einheimisch. Dann frage ich mal von wo er kommt. Und was denkt ihr…?? Natürlich aus der Schweiz!! Nur dieser Kerl ist einwenig Jünger als ich (genau um die hälfte) und hat das vollere Haar.

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Sein Fahrrad hat ein Namen, so musste ich doch meins auch einen verpassen. Nun heisst es Fury!

Zurück zu meiner letzten Etappe. Nach der vierten Reparatur bin ich dann los gefahren und zum Glück war es danach nur bewölkt und ich konnte die letzte Fahrt doch noch richtig gemütlich geniessen.

Seit Dienstag Nachmittag habe ich nun ein Auto und kursiere etwas so umher. Dazu werde ich im nächsten Beitrag etwas darüber berichten.

Und nun zum guter Schluss… Bis heute durfte ich auf meinem Weg einiges schönes erleben. Dazu habe ich wieder einen kleinen Film daraus gemacht welcher ihr hier anschauen könnt und wie üblich in der Photo Gallery sind die neusten Fotos zu finden.

Bis bald und wie die Western Australier immer sagen… see ya!!

halftime… noch 5 Wochen

Nun ist die hälfte meiner Reise schon vorbei. Zurückblickend war es bis jetzt eine sehr intensive Zeit mit vielen guten Eindrücke.

Die letzte Woche ging es richtig ab mit dem radeln. Ich war fast täglich mit dem Fahrrad in Richtung Norden unterwegs. Am Freitag hatte ich fast mein ursprüngliches Ziel erreicht, nur muss manchmal halt die Vernunft auch walten und in Dongara (60km vor Geraldton) musste ich mich eingestehen, es ist besser diese Strecke mit Gepäck auf dem Fahrrad nicht zu befahren. Viele Einheimische haben mich darauf hingewiesen es sei die einzige Route welche von Dongara auf Geraldton führe und entsprechend seien alle Road Trail auf dieser Strecke. Ich kann euch sagen, die Strassen sind schon gut und breit, wenn aber ein solches „Monster“ daher kommt, ist der Luftwiderstand so gross, dass du die Spur mit dem Fahrrad nicht halten kannst. Auf der Strecke von Leeman auf Dongara gibt es einen Abschnitt von ca. 20km welcher du gezwungen bist die Brand Hwy (Number One) zu befahren. Habe diese Erfahrung gemacht und es war nicht wirklich angenehm.

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Na gut wenn alle sagen dass es nicht ratsam ist, dachte sich kleiner Caruso ich könnte es trotzdem befahren, einfach am Wochenende. Samstag auf Geraldton fahren und am Sonntag zurück wieder nach Dongara. Aber klein Caruso hat nicht mit zwei unbekannten gerechnet. Das Wetter hat entschieden den Australiern etwas Wasser zu schenken. Jeder Bewohner der Region Dongara und West Australien haben wahrscheinlich von Glück getanzt und richtig Party gemacht! In dieser Gegend regnet es seit einige Jahre einfach zu wenig. Auf der anderen Seite der kleine Caruso Party Miesmacher, mit dem Sonnentanz, welcher auf besseres Wetter hoffte und den Einheimischen so etwas die Party immer vermieste. Na ja, die Mehrzahl hat in diesem Fall gewonnen.
Zweite Unbekannte, am 9. April 2016 war in Geraldton die „Triple J One Night Stand“ Party, Festival, was auch immer. Via Booking.com konnte ich keine freie Zimmer finden, also Internet nach Bed&Breakfast suchen und Anrufen. Der erste Herr am Telefon, freundlich aber mit wenige Gesprächsstoff, „nein leider keine freie Zimmer“. Ok danke!! Der zweite schon etwas offenere und mit freundlicher Stimme, lacht und erklärt mir, in Geraldton sei eben dieses Konzert und mit 25’000 Besucher, „no way to find a fu*** room!“ Yeah kleiner Caruso hast ja das beste Weekend ausgesucht mit dem push bike nach Geraldton zu fahren. Gut die Würfel sind gefallen, ich bleibe in Dongara im lovely Hotel und fahre am Sonntag Richtung Perth wieder zurück.

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So habe ich es gemacht! Kleiner Caruso hat sich gedacht, es ist Sonntag, schönes Wetter und die Strasse ist sicher nicht gross befahren. Ratet mal? Kleiner Caruso hat wieder mit etwas nicht gerechnet. An diesem Weekend haben die Kids Ferien (Herbstferien) begonnen. Im Land der Campervans und Trailers (Wohnwagen), was ist unterwegs? Also auf die Brand Hwy eingebogen und schon überholen mich die ersten Trailer und Campervans. Es sind auch etliche Familien mit dem Vans unterwegs und die fahren sichern nicht brav hinter einem Trailer nach. Diese Sonntagsfahrer geben so richtig gas, vor allem bei überholen. Sie geben so fest gas, das sich Teile des Auto lösen und schon über die Fahrbahn fliegen, und da komm ich mit meinem Fuji Bike mit sicher 110 Sachen daher und weiche einem solchen Teil aus;-) . Mit meinen Fahrerkünste kein Problem, der hinter mich muss einfach bremsen!! Auf meiner Fahrt von ca. 4.5 Stunden hatte ich es ganz gut. Immer wieder überholten mich Kolonnen von Fahrzeugen und fast jedesmal wurde gehupt und mit Freude mich motiviert. Eine Gruppe hat mich besonders beeindruckt. Alle Insassen des Fahrzeugs (ausser der Fahrer) haben sich aus dem Fenster gelehnt, mich zugejubelt und mit dem Daumen hoch ihre Freude zum Ausdruck gebracht. Dies hat eine Welle ausgelöst, dass sogar alle andere Fahrzeuge welche danach kamen mich mit Daumen hoch und hupen mich begrüsst haben. „Scheisse Fräncu, du kannst wirklich stolz auf dich sein!!“
Solche Erlebnis tun gut!

Das Wetter ist nun wieder regnerisch und sitze in Green Head im Motel auf der Terrasse und warte auf bessere Bedingungen. Gute Zeit um etwas im Blog zu schreiben und einige Fotos hochzuladen. Hoffe ich kann bald wieder aufs Rad und die nächsten Etappen in Angriff nehmen.

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Bis bald wieder und vergesst nicht in der Photo Gallerie die aktuellste Fotos zu betrachten. Liebe Grüsse aus Green Head und ja die Sonne kommt langsam durch auch wenn die Wettervorhersage nicht rosig aussieht. Egal ich gehe jetzt etwas an der Küste entlang laufen. Es gibt ein wunderbarer Walking Trail welcher ich laufen kann.

Woche 4 ist vorbei …

Nun sind es fast vier Wochen dass ich meine Reise angetreten habe. Seit letzten Dienstag bin ich ca. 190km gefahren.
Am Dienstag ging es von Rockingham nach Scarborough Beach. Dort konnte ich im Rendez vous Hotel  im 14. Stock übernachten. Die Aussicht war der Hammer.

Am Donnerstag dann von Scarborough ging es nach Two Rocks. Am Mittwoch hatte ich in Two Rocks bei einem Bed&Breakfast telefonisch reserviert, da über Booking.com in Two Rocks keine Hotels zu finden sind. Als ich der liebe Dame am Telefon zu verstehen gab, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, fragte sie mich zweimal ob ich wüsste wo Two Rocks ist. Na ja, es sind schon 55km von Scarborough, aber eine Weltreise ist es ja nicht. Auf jeden Fall startete ich am Donnerstag um ca. 9:30 Uhr von Scarborough und war so ca. um 12:00 Uhr in Two Rocks.
Es ist ein kleines nettes „Käffli“ und mein erster Gedanke war: „was zum Kuckuck soll ich an diesem Ort am nächsten Tag noch bitte tun?“ Nachdem ich im B&B eingecheckt hatte, ging ich zu Fuss los und nach einer Stunde hatte ich das ganze schon mal gesehen. Na dann, kurz in den Park welcher mitten im Kaff angesiedelt ist. Dort traf ich auf zwei Hausfrauen, welche mit ihren Hunden unterwegs waren. Ich fragte sie höflich ob in diesem Städtlein etwas mehr los sei als jetzt. Sie lachten nur und sagte, nee hier ist nicht viel los und eigentlich geniessen wir es auch so. Die meisten sind Pensioniert und uns gefällt es so. In meinem Kopf: „was soll ich nun in diesem von Gott verlassen Dorf am nächsten Tag nun tun???“ Der Ort besteht wirklich nur aus ca. 200 Häusern und einen Einkaufszentrum.

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Am Abend siehst du niemand oder besser gesagt, nur Leute im Bottleshop. Kann ich irgendwie gut verstehen. Trotzdem habe am nächsten Tag einen Spaziergang der Küste entlang gemacht, Lunchtime in einem Café verbracht und Sudoku gelöst, und am Abend im Restaurant Oscar & Son zu Abend gegessen. Damit mir es am Abend nicht langweilig wurde habe ich tagsüber noch im News Agency eine Zeitschrift über Motorrad gekauft. Ach ja, im B&B gab es keinen Internet. Eigentlich gut so, aber in gewisse Momente wäre es doch Toll gewesen 😉 .

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Bitte beachtet den Artikel. Der handelt tatsächlich um die Alte Rennstrecke im Bremgarten Wald in Bern.

Als es am Samstag wieder los ging, war ich richtig froh. Zurzeit fühle ich mich nicht wohl wenn ich mich an einem Ort befinde wo praktisch nichts los ist.

Nach ca. 80km und ca. 5 Stunden fahrt, kam ich endlich in Lancelin an. Während der Fahrt habe ich immer nur daran gedacht, ob dieser Ort ähnlich ist wie Two Rocks. Dem ist nicht so! Die Ortschaft ist grösser und ist bekannt für ihre Sanddünen. Ich war richtig froh angekommen zu sein und war irgendwie froh für 2 Nächte ein Hotelzimmer gebucht zu haben.
Heute bin ich mir wieder nicht ganz sicher ob der Entscheid gut war. Es gibt immer wieder Momente, welche ich am liebsten nie erläben würde. Obwohl einiges mehr los ist und ich doch mit den einen oder anderen etwas Schwatzen konnte, kommen diese Gefühle hoch. Der Ort in der nähe des Hotels ist wirklich schön und es lässt sich gut leben.

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Zwei kleine Geschichten haben mir wirklich freude gemacht.
Am Lockout beim Sunset kam ich mit zwei älteren Herren ins Gespräch. Als ich dann erzählte, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, meinte der eine nur: „Du bist aber nicht der mit dem gelben T-Shirt und den roten Seitentaschen?“. Sie kamen von Perth und haben mich auf der Strecke überholt. Ich sei doch etwas Crazy aber toll dass ich so was mache.

Heute Sonntag habe ich im Hotel nachgefragt ob sie auch eine Wäscheraum hätten. Ich möchte gerne 2-3 Sachen waschen. Sie meinten so etwas führen sie nicht öffentlich aber da ich mit dem Push Bike unterwegs bin, würde sie es gerne für mich machen. Ich war sehr erstaunt darüber und konnte mich nicht genug bedanken.

Und Morgen Montag den 4. April geht es wieder weiter. Weiter Foto wie üblich in der Photo Galerie unter „find my Self“ Menu und in den letzten Tage habe ich einen kleinen Film zusammengeschnitten.

 

Ostern in Rockingham

Seit Donnerstag Abend bin ich nun in Rockingham. Die Fahrt der Küste entlang ist ein Traum und es sieht alles so wie im Film aus. Das Wetter hat auch gut mitgespielt. Zuerst war es in Mandurah am Morgen bewölkt und windig. Gegen Mittag wurden die Wolken vom Winde weggeblasen und die Sonne strahlte wieder schön und warm (heiss).

Am Karfreitag war ich in Penguin Island und habe dort eine kleine Bootstour gemacht. Auf der Insel selbst waren tagsüber keine Pinguine zu sehen, diese kommen scheinbar eher Nachts auf die Insel. Dafür gab es eine kleine Fütterungs Show von ca. 10 kleinen Pinguine. Naja war eben eine Show mit viele Informationen. Die Pinguine selbst waren glaub auch ziemlich gelangweilt, denn sie haben keinen einzigen zugeworfenen Fisch gegessen. Die haben sich auch wohl Gedacht, ach Mutti lass doch den Schei… wir haben genug gefressen.

Natürlich war mein Fortbewegungsmittel immer das Fahrrad. Von meiner Unterkunft bis zum Zentrum sind es doch fast 12km. Dies habe ich schon zweimal gemacht (Stolzer kleiner Caruso).

Heute Samstag habe ich das Fahrradfahren mal ausgelassen. Es hat den ganzen Tag geregnet und einfach etwas rumfahren war mir auch nicht danach. So habe ich entschieden mit dem ÖV nach Perth zu fahren und dort in der Stadt etwas zu bummeln. Mann ist das langweilig! Nach ein paar Läden ging ich wieder mal runter zum Elizabeth Quay um dort ein wenig zu „chillen“. So beim Chillen am Hafen kam eine Cruiserboot daher mit einer Touristengruppe und auf dem Boot wurde natürlich Unterhaltung angeboten. Bei der Hafeneinfahrt  sang die Entertainerin „Walking on Sunshine“ von Katrina & The Waves. Mmmh where is the fu*** sun?? Ach ja das bin ja wohl ICH welcher am Hafen genug Sonnenschein spendieren kann, siehe untenstehendes Bild 🙂 .

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Ansonsten ist zu sagen, auch Australien ist „boring“ wenn es regnet (ausser ich bin unterwegs) .

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So noch zum Schluss etwas amüsantes.
Die Rückfahrt war auch nicht schlecht. Du kommst in Warnbro an der Trainstation an. Du hast eine coole APP von Tranperth welcher dir sagt, nimm den Bus 558 und steige an der Haltestelle „Read St After Safety Bay Rd (17258)“ aus. Gut kleiner Francesco in grosser Stadt schaut bei der Haltestelle an der Trainstation ob ich den richtigen Bus erwische und wie viele Haltestellen es sind. Gehe dann zum Mann mit Turban und Uniform welcher als Chauffeure verkleidet ist und frage ihm ob er mir bei dieser Haltestelle rauslassen kann. Zeige ihm diese sogar auf der coolen APP und sage ihm es muss die Dritte sein. Dies musst du hier tun, denn der Bus haltet nur auf verlangen an und da es schon Dunkel ist sehe ich ja nichts und kann den „Buzzer“ im Bus nicht im richtigen Moment drücken. Deshalb habe ich den Chauffeure ja herzlich gefragt.
Der Mann mit dem Turban sagt: „yess yess no problem“. Na gut wir fahren los. Der rast mal um einige Kreisel hindurch und ich sehe schon die erste Haltestelle vorbei flitzen. Die nächste Kurve und die nächste Haltestelle. Mmmhh jetzt gibt aber der Mann im Turban noch gas.
Na lass mich doch mal sehen welche Haltestelle nun vorbei flitzt. Bingo ich glaube es ist jene welche ich raus muss.
Ich dem Chauffeure: ehhm sorry musste ich nicht da raus??
Er: ne ne du musst erst bei der übernächsten raus.
Ich (etwas verdutzt auf die Aussage die ÜBERNÄCHSTE): ehhm ich muss aber zum Palm Drive.
Mann mit Turban: ja?? diese ist aber schon vorbei!!
Ich: habe ich doch gesagt.
Mann mit Turban: am besten gehst du nun auf die andere Strassenseite und wartest auf den Bus welcher wieder in diese Richtung fährt.
Ich frage ihn: und wann kommt der nächste Bus?
Mann mit Turban: das bin wohl ich und es geht ca. 15 Minuten (in seinen Augen ist zu sehen,  er lügt wie gedruckt!!).
Ich mit einem lächeln: ach danke dann gehe ich mal auf die andere Seite und warte auf dich.
Du „bloody fu*** idi***“, hast du wohl wirklich das Gefühl, dass ich auf dich warte? Kleiner Caruso läuft nun lieber mit Handy Navy nach Hause. Frankyboy läuft los, nach ca. 15 Minuten ist er im Bed & Breakfast und der „Turban Man“ ist noch nicht mal durchgefahren.

Und wie immer die neusten Picture unter der Photo Gallery.